Fort Médoc, Militärfestung in Cussac-Fort-Médoc, Frankreich
Fort Médoc ist eine Befestigung am linken Ufer der Gironde-Flussmündung mit dicken Steinmauern, Wällen und symmetrischen Bastionen. Das Bauwerk zeigt typische Merkmale einer militärischen Anlage des 17. Jahrhunderts mit sichtbaren Kasernenbereichen und Positionen für Kanonen.
Vauban besichtigte den Ort 1685, und Ludwig XIV. ordnete 1689 den Bau an; die Erdarbeiten begannen in jenem Jahr, der Bau 1691 unter dem Architekten Pierre Duplessy-Michel und dem Ingenieur Ferry. Mit Fort Paté und der Zitadelle von Blaye bildete es ein „Schloss“, das Bordeaux schützte. Die Garnison wehrte nie einen Angriff ab; 1916 gab das Heer die Anlage auf, 1930 erwarb die Gemeinde Cussac sie.
Fort Médoc ist nach dem Médoc benannt, der Weinlandschaft am linken Ufer, in der es liegt, nicht nach einer Militärperson. Vaubans Plan verband es mit Fort Paté und der Zitadelle von Blaye, um die Gironde für feindliche Schiffe zu sperren; dieselbe Mündung, die den Weinhandel von Bordeaux trug, trug auch die Gefahr eines Angriffs. 1916 wurde das Fort vom Militär aufgegeben, 1930 ging es in das Eigentum der Gemeinde Cussac über.
Das Gelände ist leicht zugänglich und kann zu Fuß erkundet werden, mit klaren Wegen rund um die Hauptstrukturen und Bastionen. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da einige Bereiche uneben sind und Treppen zu erhöhten Positionen führen.
Das Fort wurde nie angegriffen. 1716 umfasste seine Bewaffnung dreizehn Kanonen der Kaliber 6 und 8 mit wenigen Kugeln; 1789 lagen dort nur noch wenige Männer, meist Invaliden, und drei alte Geschütze. 1916 wurde es vom Militär aufgegeben, 1930 ging es in den Besitz der Gemeinde Cussac über.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.764 Mitwirkenden weltweit.