Benediktinerinnenkloster Paris, Priorat der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament in Paris in Frankreich
Das Couvent des Dames Bénédictines du Saint-Sacrement ist ein ehemaliges Klostergebäude im 5. Arrondissement von Paris in klassischer Architektur. Der Komplex erstreckte sich über ein großes Grundstück und umfasste Wohnräume, Lehrbereiche und einen Innengarten, wobei heute nur noch einige ursprüngliche Strukturen wie das Haus von 1760 und erhaltene Fassaden sichtbar sind.
Das Kloster wurde 1687 gegründet, um jungen Frauen in schwierigen Verhältnissen eine Ausbildung zu bieten, und wuchs unter benediktinischen Nonnen, besonders nach 1707. Während der Französischen Revolution wurde es säkularisiert und die Strukturen wurden verschiedenen Zwecken überlassen, bevor es später von wiederkehrenden Benediktinerinnen zurückgekauft und letztlich im 20. Jahrhundert in Wohnungen umgewandelt wurde.
Der Name des Ortes bezieht sich auf die benediktinischen Nonnen, die hier lebten und sich dem Heiligen Sakrament widmeten. Das Gebiet behielt seinen ruhigen, privaten Charakter, der durch die klösterliche Tradition geprägt war, die sich in den erhaltenen Arkaden und dem Gartenlayout widerspiegelt.
Das Gelände ist heute hauptsächlich privat und Wohnraum, daher ist der Zugang zum Innenhof begrenzt, aber die historischen Fassaden und erhaltenen Tore an der Rue Tournefort sind von der Straße aus sichtbar. Die ruhigen Straßen in der Gegend eignen sich gut zum Spaziergang, um die klassische Architektur und das Gartenlayout von außen zu erkunden.
Victor Hugo verwendete dieses Kloster als Vorlage für sein berühmtes Werk Les Misérables und beschrieb Szenen aus dem Leben der Frauen in Paris in dieser Umgebung. Die literarische Verbindung macht den Ort zu einem subtilen Ankerpunkt in der Geschichte der französischen Literatur.
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