Couvent des Feuillantines, Historisches Kloster im Quartier Latin, Frankreich
Das Couvent des Feuillantines erstreckte sich über mehr als sechs Hektar im heutigen 5. Arrondissement und zeigte die Handschrift des Architekten Jean Marot. Die Anlage bestand aus mehreren Gebäuden, Gärten und Innenhöfen, die nach den Bedürfnissen des Ordenslebens gestaltet waren.
Anne von Österreich gründete das Kloster 1622 auf Wunsch von Anne Gobelin und holte Ordensschwestern aus Toulouse nach Paris. Nach der Revolution wurden die Gebäude aufgelöst und in Wohnhäuser umgewandelt.
Das Kloster nahm adlige Frauen auf, die sich in stiller Abgeschiedenheit dem religiösen Leben widmen wollten. Der Erzbischof von Paris überwachte die Regeln und die Aufteilung der Räume.
Der erhaltene Anbau aus dem Jahr 1688 steht in der Rue des Feuillantines 10 und zeigt eine Treppe aus dem 18. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz steht. Das Gebäude bleibt als einziger sichtbarer Rest der Klosteranlage erhalten.
Victor Hugo lebte hier als Kind von 1808 bis 1813, nachdem die Räume nach der Revolution zu Wohnungen umgebaut worden waren. Diese frühen Jahre beeinflussten später seine literarische Arbeit und seine Erinnerungen an Paris.
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