Édifice gallo-romain de Vernou-sur-Brenne, Gallo-römisches Gebäude in Vernou-sur-Brenne, Frankreich.
Das gallo-römische Gebäude in Vernou-sur-Brenne ist eine rechteckige Struktur mit Kalksteinmauern, die sich von West nach Ost erstreckt und durch abwechselnde Schichten aus Ziegeln und Fliesen gekennzeichnet ist. Die südliche Wand mit ihrem erhaltenen Bogengang ist heute in einer modernen Wohnresidenz sichtbar.
Das Gebäude stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert, als Vernou eine Nebensiedlung an der großen Straße von Cenabum (Orléans) nach Caesarodunum (Tours) war, die auf der Peutingerschen Tafel erscheint; eine weitere Straße entlang der Brenne zweigte hier nach Vendôme ab. Seine Funktion ist unklar, vielleicht gehörte es zu öffentlichen oder privaten Thermen. Am 6. März 1947 wurde es als Monument historique eingetragen.
Die Volksüberlieferung nennt die Ruine „palais de Pépin le Bref“, eine Bezeichnung, die die Quellen zurückweisen: Der Bau ist gallo-römisch, aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert sahen Jean-Jacques Bourassé und Arcisse de Caumont zunächst eine von Bischof Perpet gegründete, von Gregor von Tours erwähnte Basilika oder eine Residenz der Erzbischöfe von Tours; auch diese Zuschreibungen sind unbegründet.
Das Gebäude befindet sich in der Rue Aristide Briand und ist heute Teil einer modernen Wohnanlage, die Zugang zum Bauwerk ermöglicht. Es ist hilfreich, vorher zu überprüfen, wann man es besuchen kann, da es sich in einem privaten Wohngebiet befindet.
Die Mauern des Gebäudes zeigen ein ungewöhnliches handwerkliches Verfahren mit kleinen Kalksteinblöcken, in die systematisch Ziegel eingefügt wurden. Dieses Muster war typisch für römische Konstruktionen dieser Zeit und machte die Struktur gleichzeitig stabiler und dauerhafter.
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