Église Saint-Philbert de Beauvoir-sur-Mer, Religiöses Monument in Beauvoir-sur-Mer, Frankreich
Die Église Saint-Philbert de Beauvoir-sur-Mer misst etwa 49 auf 24 Meter und besitzt ein dreifaches Schiff: das romanische Schiff, das nördliche Seitenschiff des 13. Jahrhunderts und das südliche Schiff des 19. Jahrhunderts. Haupteingang ist die große gotische Nordvorhalle mit vier Archivolten auf schmucklosen Säulen, einer Nische mit Statue des heiligen Philibert und zwei verwitterten grauen Holztüren.
Im Juni 836 brachten die aus Noirmoutier geflohenen Mönche den Sarkophag des heiligen Philibert nach Beauvoir, wo er zwei Tage in der Kirche der Villa Ampan blieb. Die Kirche wurde 1040 von Mönchen aus Saint-Philibert de Tournus wiedererrichtet; das Schiff des 11. Jahrhunderts erhielt im 12. Jahrhundert Chor, Querhaus und zwei Apsidiolen. Im 13. Jahrhundert kamen das nördliche Seitenschiff und die Spitzbogenvorhalle hinzu; der Dachstuhl der Notre-Dame-Kapelle wird dendrochronologisch auf 1280 datiert.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Philibert, dessen Mönche aus Noirmoutier am 7. Juni 836 mit seinen Reliquien hierher flohen und zwei Tage in der Villa von Ampan Station machten. Ein Glasfenster am Eingang des Langhauses erinnert an das elfhundertjährige Jubiläum dieses Aufenthalts, und eine Statue des Heiligen von Arthur Guéniot steht 150 Meter von der Kirche entfernt. Ein weiteres Fenster gedenkt des heiligen Goustan, dessen Hagiographie Mission und Tod für 1040 nach Beauvoir-sur-Mer verlegt.
Der Kirchenbau steht etwa 7 Meter über dem Meeresspiegel und überragt deutlich die flachen Sumpflandschaften rund um Beauvoir-sur-Mer, was die Orientierung vereinfacht. Das Gelände ist feuchte Marschland, daher sollte man auf dem Weg zum Eingang an der Rue de la Croix Blanche auf rutschigen Oberflächen gefasst sein.
Die Grabungen vor der Restaurierung der Notre-Dame-Kapelle brachten auch Gräber des einstigen Friedhofs um die Kirche sowie Spuren eines Baus aus der frühen römischen Kaiserzeit zutage. Der Ort ist älter als die mittelalterliche Kirche, doch die römischen Reste belegen ein Gebäude, keine jahrtausendelange Besiedlung.
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