Château de Grigny, Schloss in Grigny-sur-Rhône, Frankreich
Das Château de Grigny ist ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert in Grigny-sur-Rhône, im Département Rhône in Frankreich. Es hat einen U-förmigen Grundriss mit einer schlichten Steinfassade, klassisch gegliederten Fenstern und traditionellen Ziegeldächern.
Das Schloss wurde ab 1620 von Jeanne du Clappier erbaut, der Witwe von Gaspard de Merle, einem Turiner Kaufmann und Berater Ludwigs XIII. Im Laufe der Zeit wechselte es mehrfach den Besitzer, bis es 1956 zum Rathaus der Gemeinde wurde.
Die Räume des Schlosses tragen noch heute Namen wie Salle des Fleurs oder Salle des Oiseaux, die auf ihre Wandmalereien verweisen. Diese Bilder zeigen Vögel, Blumen, Brokatmuster und Szenen aus der griechisch-römischen Mythologie, inspiriert von flämischen und deutschen Vorlagen.
Das Schloss befindet sich im Zentrum von Grigny-sur-Rhône und ist als historisches Monument eingetragen, was bedeutet, dass Fassaden, Dächer und Innenräume geschützt sind. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch zu prüfen, ob Führungen oder Veranstaltungen angeboten werden, da der Zugang zum Inneren variieren kann.
Die Wandmalereien des Schlosses wurden etwa 300 Jahre lang hinter Holzvertäfelungen verborgen und erst 1982 bei Renovierungsarbeiten zufällig entdeckt. Sie gelten heute als einige der am besten erhaltenen Fresken der Region Lyon.
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