Oppidum de Verduron, Keltisch-ligurische befestigte Siedlung im 15. Arrondissement von Marseille, Frankreich.
Das Oppidum de Verduron ist eine keltisch-ligurische befestigte Siedlung auf einem felsigen Vorgebirge mit Blick auf die Mittelmeerküste. Die Anlage besteht aus mehreren wohnräumen, die auf Terrassen angeordnet sind und Einblick in die Bauweise dieser frühen Gemeinschaft geben.
Die Siedlung wurde in der späten Phase des dritten Jahrhunderts v.Chr. gegründet und war nur etwa ein Jahrhundert lang bewohnt, bevor sie im frühen zweiten Jahrhundert v.Chr. zerstört wurde. Die Zerstörung stand in Zusammenhang mit der Expansion von Marseille und seinen Bemühungen, die Kontrolle über die umliegenden Gebiete zu sichern.
Der Name der Siedlung bezieht sich auf die umliegende Landschaft, und die Bewohner hinterließen Spuren ihrer alltäglichen Leben in Keramik und Werkzeugen, die überall auf dem Gelände verstreut sind. Diese Gegenstände erzählen von einer Gemeinschaft, die eng mit dem Meer und den umliegenden Hügeln verbunden war.
Der Standort befindet sich auf einem Hügel mit steilen Zugängen, daher sollten feste Schuhe und etwas Zeit zum Erkunden eingeplant werden. Besucher sollten beachten, dass der Ort heute unter Schutzschichten verborgen ist, aber informative Markierungen und Schilder die ursprüngliche Struktur erklären.
Seit 2016 ist das gesamte Gelände unter Schutzschichten verborgen, um die antiken Steinstrukturen vor weiterer Verschlechterung zu bewahren. Diese Entscheidung macht es zu einem unsichtbaren archäologischen Monument, das mehr über moderne Konservierungsmethoden aussagt als über seine ursprüngliche Pracht.
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