Oradour-sur-Glane, Gedenkdorf in Haute-Vienne, Frankreich
Oradour-sur-Glane ist ein teilweise zerstörtes Dorf in der Haute-Vienne, dessen Ruinen genau so bewahrt wurden, wie sie nach dem Angriff zurückgeblieben sind. Die Straßen zeigen beschädigte Gebäude, ausgebrannte Fahrzeuge und persönliche Gegenstände, die ein stilles Zeugnis von der Vergangenheit ablegen.
Das Dorf wurde am 10. Juni 1944 von deutschen Waffen-SS-Truppen angegriffen, die alle 642 Einwohner töteten und den Ort völlig zerstörten. Dieses Massaker war ein Vergeltungsakt während des Zweiten Weltkriegs und eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung in Frankreich.
Der Ort trägt noch heute die Namen der Opfer an Gedenksteinen und Inschriften, die an den Ecken von Straßen und in den Trümmern zu finden sind. Diese persönlichen Spuren zeigen, wie die Gemeinde gelebt hat, bevor alles zerstört wurde, und helfen Besuchern, die einzelnen Menschen dahinter zu verstehen.
Der Ort ist am besten mit dem Zug nach Limoges und dann mit einem Bus zu erreichen, was etwa eine halbe Stunde dauert. Besucher sollten ausreichend Zeit einplanen, da das Gelände groß ist und es viele Inschriften und Details zum Lesen gibt.
Die Kirche des Ortes steht noch heute mit Einschusslöchern im Altar und den Spuren von Kugeln an den Wänden, wo Frauen und Kinder festgehalten wurden. Dieses Gebäude bleibt unverändert erhalten und ist einer der ergreifendsten Orte des Memorials.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.