Fort du Saint-Michel, Festung in Grand Est, Frankreich
Fort Saint-Michel ist eine Festung in Verdun, die zwischen 1875 und 1877 erbaut wurde und auf einem Hügel außerhalb des Stadtzentrums liegt. Die Anlage hat eine fünfseitige Form mit dicken Steinmauern, unterirdischen Tunneln und schmalen Schießscharten, die typisch für die Militärarchitektur des späten 19. Jahrhunderts sind.
Die Festung wurde 1874-1875 schnell als Teil der Verteidigungslinie errichtet, nachdem Frankreich 1870 den Deutsch-Französischen Krieg verloren hatte und eine Bedrohung befürchtete. Sie war Teil eines Systems von sechs Hauptposten, die den rechten Ufer der Maas schützen sollten und während des Ersten Weltkriegs strategische Bedeutung behielten.
Der Name Fort Saint-Michel bezieht sich auf den Schutzpatron, unter dessen Schutz die Festung errichtet wurde. Die Anlage ist Teil des lokalen Verständnisses von Verdun als Verteidigungsort und prägt bis heute das Bewusstsein für die militärische Geschichte der Region.
Der Ort liegt auf einer Anhöhe mit guter Aussicht auf die Umgebung und ist mit dem Auto erreichbar, wobei Parkplätze vorhanden sind. Das Gelände ist am besten bei milder Witterung zu erkunden, und Sie sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben ist und einige Bereiche möglicherweise gefährlich sind.
Die Festung wurde 1887 per Regierungserlass nach General Rouyer benannt, einem französischen Militärführer, doch der ursprüngliche Name wurde später wiederhergestellt und bleibt ein Zeichen ihrer komplexen lokalen Geschichte. Diese Namensänderung ist eine Besonderheit, die oft von Besuchern übersehen wird und zeigt, wie politische Entscheidungen die materielle Kultur prägen.
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