Château Noir du Tholonet, Neugotische Bastide in Le Tholonet, Frankreich.
Château Noir du Tholonet ist ein neoklassizistisches Herrenhaus mit Steinmauern in Ockertönen, die aus den Bibémus-Steinbrüchen stammen. Das Gebäude verfügt über sechzehn Wohnungen und weist durchgehend gotische Fenster auf, die sein charakteristisches Erscheinungsbild prägen.
Das Anwesen wird erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt und kam im 17. Jahrhundert in die Hände der Familie Gallifet, die es über zwei Jahrhunderte besaß. Die Umwandlung zu einem Herrenhaus mit seinen charakteristischen gotischen Merkmalen erfolgte später, wobei die Architektur stark von neoklassizistischen Strömungen beeinflusst wurde.
Paul Cézanne hat diesen Ort zwischen 1888 und 1904 mehrmals gemalt und seine Arbeitsmaterialien in einem gemieteten Schuppen auf dem Grundstück gelagert. Der Künstler war von der Landschaft und den Mauern des Ortes fasziniert und kehrte immer wieder dorthin zurück.
Das Anwesen ist eine Privatresidenz und kann von außen besichtigt werden, besonders an Sommerabenden und während ausgewählter Tage zum Kulturerbe. Der beste Blick auf die Fassade und die charakteristischen Fenster ergibt sich vom Grundstück oder von nahe gelegenen Wanderwegen aus.
Der Name könnte von einem Kohlehandler, chemischen Experimenten oder einem dunklen Pigment stammen, das früher die Wände bedeckte, bevor es zu der jetzigen gelben Farbe verblasste. Diese rätselhaften Ursprünge der Namensgebung machen das Anwesen zu einem interessanten Objekt für Kunsthistoriker und Cézanne-Enthusiasten.
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