Menhir von Menozac’h, Menhir in Plouguerneau, Bretagne, Frankreich
Der Menhir de Saint Cava, auch Men Ozac'h genannt, ist ein stehender Stein aus Granit, der sich am Ufer der Bucht von Saint-Cava in Plouguerneau in der Bretagne befindet. Der Stein ragt etwa 1,70 Meter hoch auf und hat eine annähernd menschliche Silhouette; bei Flut wird sein Sockel vollständig vom Meerwasser bedeckt.
Der Menhir wurde während des Neolithikums errichtet, als das Meerespiegelniveau noch deutlich niedriger war und der Standort trockenes Land war. Im Laufe der Jahrtausende stieg das Meer, und der Stein steht heute mitten im Gezeitenbereich. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er von Alfred Devoir erstmals beschrieben, der ihn 'Menhir de Lilia' nannte. In den 1980er Jahren war er vorübergehend entfernt worden, doch die Gemeinde setzte ihn nahezu an seiner ursprünglichen Stelle wieder ein.
Der Menhir trägt auch den Namen Men Ozac'h, was in etwa 'Stein des Patriarchen' bedeutet. Die dunkle, von Algen bedeckte Oberfläche hat ihm bei den Einheimischen den Spitznamen 'la bonne sœur' eingebracht.
Der Menhir ist bei Ebbe gut zu Fuß vom Strand von Saint-Cava aus erreichbar, da er dann auf dem trockengefallenen Wattboden steht. Bei Flut wird der Sockel vollständig vom Wasser bedeckt, daher ist es ratsam, den Gezeitenstand vor dem Besuch zu prüfen.
Forscher glauben, dass sich rund um den Stein früher konzentrische Steinkreise befunden haben könnten, die jedoch bei fast jeder Tide verborgen bleiben. Da der Meeresspiegel seit der Aufstellung gestiegen ist, liegt der Stein heute etwa 6,5 Meter unterhalb des Höchstwasserstands.
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