Bastide Neuve, Provenzalisches Landhaus in La Treille, Frankreich.
Die Bastide Neuve ist ein zweistöckiges provenzalisches Bauernhaus oben im Weiler Bellons, zwischen dem Garlaban-Massiv und La Treille. Die blasse, verwitterte Stuckfassade trägt ein flach geneigtes Dach aus gebogenen Terrakottaziegeln mit dunklen Holztraufen, zwei obere Öffnungen mit hölzernen Lamellenläden und eine hellblaugraue Brettertür unter einer kahlen Kletterrebe. Davor steht ein steinerner Pfeiler.
1904 mietete Joseph Pagnol das Haus für die Gesundheit seiner Frau, was der Beginn von Marcels Kindheitserinnerungen in dieser Gegend markierte. Diese Zeit prägte den späteren Schriftsteller nachhaltig und wurde zur Grundlage seiner bekanntesten autobiografischen Werke.
Marcel Pagnol verlegte in dieses Haus seine Kindheitserinnerungen La Gloire de mon père und Le Château de ma mère (1957), in denen er es „die Zuflucht der Ferien“ nennt. Es ist ein literarischer Erinnerungsort an den Schriftsteller, der auf dem Friedhof von La Treille begraben liegt, und mit dem „sentier Pagnol“ der umliegenden Hügel verbunden. Die Verfilmungen von 1990 und 2022 entstanden auf dem Gut Pichauris in Allauch.
Die Stiftung Marcel Pagnol koordiniert die Restaurierungsarbeiten des Gebäudes mit Hilfe von Freiwilligen. Besucher sollten sich auf einfache Bedingungen vorbereiten und den Anweisungen vor Ort folgen, da Restaurierungsarbeiten laufend durchgeführt werden.
Ein großer Feigenbaum auf dem Grundstück bot der Familie Pagnol natürlichen Schatten während ihrer Zeit dort. Dieser Baum wird in den Werken des Schriftstellers erwähnt und ist bis heute ein sichtbares Element der Umgebung.
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