Château du Quesnel, Schloss in Le Quesnel, Frankreich
Das Château du Quesnel ist ein Schloss in Le Quesnel in der Picardie, das aus einem Hauptgebäude mit zwei symmetrischen Flügeln besteht, die einen zentralen Innenhof umschließen. Die weißen Kalksteinfassaden zeigen charakteristische Kettenmuster und Elemente aus militärischer Architektur und Wohnbau.
Jean Baptiste Le Fort errichtete 1753 das einstöckige Schloss, nachdem eine frühere Anlage abgerissen worden war, die seit dem 12. Jahrhundert an diesem Ort stand. Im Ersten Weltkrieg nutzte die deutsche Militärführung das Gebäude als Hauptquartier, was zu Bombenschäden führte.
Der Name stammt von der befestigten Siedlung ab, die hier jahrhundertelang stand, während die Kalksteinmauern heute die typische Bauweise des Adels in der Picardie zeigen. Besucher können die Kettenmuster an den Fassaden erkennen, die oft bei Herrenhäusern dieser Region verwendet wurden.
Das Gelände ist nach dem Brand vom Dezember 2018 wegen Einsturzgefahr weiterhin für Besucher gesperrt. Die Umgebung kann von außen betrachtet werden, aber ein Betreten des Innenhofs oder der Gebäude ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
Die Restaurierung nach den Kriegsschäden dauerte Jahrzehnte, doch der Brand von 2018 zerstörte große Teile des Daches und der Innenräume erneut. Heute bleibt die Ruine ein Zeugnis für die schwierige Geschichte des Ortes durch zwei Weltkriege und moderne Unfälle.
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