Phasis, Archäologische Stätte in Poti, Georgien
Phasis war eine antike Stadt, die an der Mündung des Rioni-Flusses zur Schwarzmeerküste lag, nahe der heutigen Hafenstadt Poti. Die Ausgrabungen zeigen Grundmauern alter Gebäude, Keramikscherben und Metallobjekte aus verschiedenen Epochen.
Griechische Siedler aus Milet gründeten die Stadt im 7. oder 6. Jahrhundert v. Chr. und machten sie zu einem großen Handelszentrum an der Schwarzmeerküste. Von dort aus verbanden sie die östlichen Märkte mit der griechischen Welt.
Die Ausgrabungen zeigen, dass griechische Siedler sich hier niederließen und ihre Traditionen mitbrachten, wie silberne Schalen mit Apollo-Inschriften belegen. Diese Funde weisen auf ein Zusammenleben verschiedener Völker hin, die vom Handel und Austausch geprägt waren.
Der Ort liegt in einer flachen Küstenregion und ist am leichtesten vom Hafen Poti aus erreichbar. Es ist ratsam, den Besuch bei trockenem Wetter zu planen, da der Boden nach Regen schlammig wird.
Der antike Geograf Strabo berichtete, dass bis zu 60 verschiedene Völker mit eigenen Sprachen diesen Ort zum Handeln aufsuchten. Diese Zahl verdeutlicht, wie wichtig dieser Platz als Knotenpunkt zwischen verschiedenen Kulturen und Kontinenten war.
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