Kartlien, Historische Region in Zentralgeorgien
Kartli ist eine historische Region im Zentrum und Osten Georgiens, die der Mtkvari-Fluss durchfließt und zahlreiche unterschiedliche Landschaften mit mehreren Siedlungen verbindet. Das Gebiet wird heute durch verschiedene Verwaltungsbezirke Georgiens aufgeteilt, darunter auch die Hauptstadt Tbilissi.
In der Antike bildete dieses Gebiet den Kern des antiken georgischen Königreichs, das die Griechen als Iberien kannten. Aus diesem frühen Machtzentrum entwickelte sich später eine lange Tradition von Herrschaft und Kultur in der Region.
Die Menschen in dieser Region sprechen einen Dialekt, der die Grundlage der modernen georgischen Schriftsprache bildete und bis heute in ihrem Alltag lebendig ist. Man hört diese Variante der Sprache in Gesprächen auf den Straßen und in alltäglichen Begegnungen mit Einheimischen.
Die historischen Grenzen dieses Gebiets entsprechen heute nicht genau den modernen politischen Grenzen, daher lohnt sich eine Orientierung an historischen Karten oder örtlichen Führern. Die wichtigsten Punkte sind leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto erreichbar, besonders von Tbilissi aus.
Der archäologische Fundort Dmanisi liegt in dieser Region und enthält die ältesten menschlichen Überreste, die außerhalb Afrikas gefunden wurden. Diese etwa 1,7 Millionen Jahre alten Funde zeigen, dass Menschen diese Landschaften bereits in fernester Vorzeit bewohnt haben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.