Kodori-Tal, Gebirgstal in Abchasien, Georgien.
Das Kodori-Tal durchzieht die Südketten des Großkaukasus mit Höhenlagen, die von tiefen Tälern bis zu hochalpinen Gipfeln reichen. Die Landschaft prägt sich durch steile Hänge, Berghänge und mehrfach verzweigte Bachtäler aus, die das Gelände durchschneiden.
Das Tal wurde Anfang der 1990er Jahre nach einem bewaffneten Konflikt zwischen Georgien und Abchasien aufgeteilt und verlor später unter Kriegshandlungen seine besondere Stellung. Die Kontrolle über das Gebiet wechselte mehrfach bis zur Festigung einer neuen politischen Ordnung.
Die oberen Siedlungen des Tals sind von Svan-Gemeinschaften bewohnt, die bis heute traditionelle Lebensweisen pflegen und ihre handwerklichen Fertigkeiten weitergeben. Besucher können die charakteristischen Steinbauten und die lebendige Verbindung zur Landwirtschaft beobachten.
Die Höhenlage und steileSteigungen erfordern gute körperliche Vorbereitung und angemessene Ausrüstung für Besuche in dieser Region. Schneebedeckung und heftige Niederschläge machen Reisen in den Wintermonaten schwierig und gefährlich.
Das Tal war von 1993 bis 2008 das einzige von Georgien kontrollierte Gebiet innerhalb Abchasiens und erhielt daher die Bezeichnung Oberes Abchasien. Diese territoriale Besonderheit machte es zu einem seltenen Beispiel einer isolierten Enklave mitten in einer umstrittenen Region.
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