Wardsia, Höhlenkloster in Samtskhe–Javakheti, Georgien.
Vardzia ist ein Höhlenkloster an einer Felswand in der Region Samtskhe-Javakheti, das sich über mehrere hundert Meter erstreckt und aus vielen in Stein gemeißelten Räumen besteht. Diese Höhlen sind auf verschiedenen Ebenen übereinander angeordnet und schaffen ein komplexes unterirdisches Netzwerk mit Kirchen, Wohnräumen und Lagerstätten.
Die Königin Tamar von Georgien ließ das Kloster Ende des 12. Jahrhunderts errichten, um einen sicheren Ort während der Mongolenanfälle zu schaffen. Das Projekt führte zu einem der bemerkenswertesten architektonischen Werke des Mittelalters in dieser Region.
Die Kirche der Entschlafung zeigt Wandmalereien, die zeigen, wie mittelalterliche Künstler ihre religiösen Gedanken darstellten. Pilger und Besucher konnten hier ihre Verbindung zum Glauben vertiefen, indem sie die heiligen Bilder betrachteten.
Der beste Weg zum Besuch ist, von Akhaltsikhe aus zu fahren, das selbst mit öffentlichen Verkehrsmitteln von größeren Städten erreichbar ist. Für die Erkundung sollte man Schuhe mit gutem Halt tragen und etwas Zeit einplanen, um die verschiedenen Ebenen und Höhlen zu durchqueren.
Das Kloster verfügt über ein altes Bewässerungssystem mit Tunneln, die vor knapp tausend Jahren in den Berg gegraben wurden und bis heute Wasser in die Anlage leiten. Dieses System zeigt, wie clever die Erbauer waren und wie lange solche mittelalterlichen Techniken Bestand haben können.
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