Bedia Cathedral, Orthodoxe Kathedrale in Bedia, Abchasien.
Die Bedia-Kathedrale ist ein Bau aus sorgfältig behauenen Steinblöcken über langrechteckigem Grundriss mit drei Eingängen; die Kuppel ruhte auf zwei Pfeilern und den Ecken des Altarraums, doch Kuppel und Trommel sind eingestürzt. Die Fassaden tragen zwei kleine Nischen an der Ostseite. Im Norden steht ein Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert, westlich ein zweigeschossiger Palast.
Koenig Bagrat III ließ die Kathedrale 999 errichten und markierte damit die Grundung eines vereinigten georgischen Reiches. Das Bauwerk spielte eine wichtige Rolle bei der Festigung der Macht dieses neuen georgischen Staates.
An der Südwand zeigt ein Fresko König Bagrat III. mit einem Kirchenmodell in der Hand, neben Mitgliedern der Familie Dadiani. Die Malereien gehören mehreren Schichten an, vor allem dem 13.–14. Jahrhundert, einige möglicherweise älter. Georgische Inschriften begleiten die Figuren.
Die Kathedrale steht im Dorf Bedia, etwa 25 km von Otschamtschira entfernt. Im Herbst 2022 war sie unrestauriert und diente als Ausflugsziel; prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor der Reise. Der verfallene Palast und der Glockenturm liegen westlich und nördlich der Kirche.
Das Fresko an der Südwand zeigt Bagrat III. mit einem Kirchenmodell in der Hand, neben Mitgliedern der Familie Dadiani. Erzbischof Anton Schuanisdse richtete im Kloster ein Skriptorium ein, in dem alte Handschriften restauriert und theologische Bücher übersetzt wurden.
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