Comer's Midden, Archäologische Stätte in der North Star Bucht, Grönland
Comer's Midden ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in der Bucht North Star Bay in der Avannaata-Region Grönlands und umfasst rund 26 Hausruinen mit gerundeten Grundrissen. Die Strukturen liegen auf einem Gelände, das sich weit ins Landesinnere erstreckt und mehrere überlagerte Fundschichten aus verschiedenen Epochen enthält.
Der Kapitän George Comer entdeckte die Stätte im Jahr 1916, als sein Schiff in der Nähe der Arktisstation Thule im Eis festkam. Funde deuten darauf hin, dass die Gegend vom 14. bis ins 20. Jahrhundert besiedelt war, mit einer Unterbrechung im 17. und 18. Jahrhundert.
Zwischen den runden Ruinen befindet sich ein rechteckiges Gebäude, das als Qassi gedient haben dürfte, ein Gemeinschaftsraum, in dem Männer Werkzeuge herstellten und sich versammelten. Solche Räume spielten im sozialen Leben der arktischen Gemeinschaften eine zentrale Rolle und unterscheiden sich baulich deutlich von den Wohnhütten.
Die Stätte liegt in einer abgelegenen arktischen Region und erfordert gute Ausrüstung sowie Vorbereitung auf extreme Wetterbedingungen. Eine Begleitung durch erfahrene Führerinnen oder Führer ist unbedingt zu empfehlen, da der Zugang je nach Jahreszeit stark variieren kann.
Unter den Funden der Stätte befinden sich Objekte aus drei verschiedenen kulturellen Traditionen: der Dorset-Kultur, der Wikingerzeit und der lokalen Handwerkskunst. Diese Vielfalt an einem einzigen Ort legt nahe, dass sehr unterschiedliche Völker in dieser Region miteinander in Kontakt kamen.
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