Helheimgletsjer, Ausflussgletscher in Sermersooq, Grönland
Der Helheim-Gletscher ist ein Auslassgletscher im Osten Grönlands, der das zentrale Eisschild mit dem Helheim-Fjord verbindet. Entlang seines Weges türmen sich mächtige Eiswände auf und tiefe Spalten durchziehen die Oberfläche des fließenden Eises.
Der Gletscher wurde nach der nordischen Unterwelt benannt und geriet ab dem frühen 20. Jahrhundert ins Blickfeld wissenschaftlicher Beobachtung. Seit der Jahrtausendwende wird seine Bewegung und Veränderung besonders intensiv dokumentiert.
Der Name stammt aus der nordischen Mythologie, wo Helheim das Reich der Toten bezeichnete, und spiegelt die Art wider, wie frühere Siedler diese unwirtliche Landschaft wahrnahmen. Diese Verbindung zwischen alter Überlieferung und Natur ist bis heute im Sprachgebrauch der Region spürbar.
Der Gletscher liegt in einer sehr abgelegenen Region und ist ohne spezielle Ausrüstung und Vorbereitung nicht zugänglich. Wetterbedingungen und Eisverhältnisse ändern sich schnell, daher ist das Reisen mit erfahrenen Guides oder Forschungsteams unerlässlich.
Wenn große Eisblöcke vom Rand des Gletschers abbrechen, entstehen seismische Signale, die von Messinstrumenten in aller Welt erfasst werden können. Diese sogenannten Gletscherbeben sind stark genug, um mit Erdbebenmessgeräten registriert zu werden.
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