Pargas, Archipelgemeinde im Südwesten Finnlands
Pargas ist eine Gemeinde im Südwesten Finnlands, die sich über eine riesige Inselwelt mit etwa 50.000 Inseln erstreckt. Das Gebiet liegt in der Schärenherlandschaft der Ostsee und bildet ein dichtes Netzwerk von Gewässern und bewohnten sowie unbewohnten Eilanden.
Die heutige Gemeinde Pargas entstand 2009 durch die Vereinigung von fünf separaten Gemeinden, wodurch ein neues kommunales Gebilde mit deutlich erweiterter Fläche geschaffen wurde. Der Namensänderung von Väståboland zu Pargas folgte 2011 eine Volksabstimmung, die die lokale Identität neu definierte.
Pargas wird von zwei Sprachen geprägt, wobei Schwedisch und Finnisch im Alltag nebeneinander existieren und die Geschichte der Region widerspiegeln. Diese sprachliche Vielfalt prägt den Charakter des Ortes und zeigt sich in Straßenschildern, lokalen Geschäften und in den Namen der umliegenden Inseln.
Die größte Kalksteingrube der nordischen Länder prägt seit Jahrhunderten die lokale Wirtschaft und das Landschaftsbild von Pargas. Um diese ausgedehnte Inselwelt zu erkunden, sind Fähren das Hauptverkehrsmittel, und viele Inseln sind über ein gut ausgebautes Verbindungsnetz erreichbar.
Pargas besteht zu etwa 80 Prozent aus Wasserflächen und ist damit ein außergewöhnliches Phänomen unter finnischen Gemeinden. Diese extreme Wasserbedeckung macht es zum einzigen finnischen Gemeindegebiet, das vollständig von Wasser umgeben ist und nur durch ein dichtes Fährensystem zugänglich bleibt.
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