Stuhlweißenburg, Verwaltungszentrum in Zentralungarn
Székesfehérvár ist eine mittelgroße Stadt im zentralen Ungarn, rund 60 Kilometer südwestlich von Budapest gelegen. Die Innenstadt ist geprägt von engen Gassen mit barocken Fassaden, gotischen Mauerresten und einigen Grünflächen, die sich um den Hauptplatz und die Kathedrale gruppieren.
Die Stadt diente über fünf Jahrhunderte lang als Krönungsort ungarischer Könige, bis die osmanische Expansion diese Tradition 1527 beendete. Während der osmanischen Besetzung im 16. und 17. Jahrhundert wurden viele Gebäude zerstört oder umgenutzt, sodass die heutige Bausubstanz größtenteils aus der barocken Wiederaufbauphase stammt.
Der Name der Stadt bedeutet wörtlich "Stuhl des weißen Schlosses" und bezieht sich auf eine längst verschwundene mittelalterliche Burg, die einst das Stadtbild prägte. Heute zeigen die Straßen rund um den Hauptplatz noch immer die kompakte Struktur einer ehemaligen Königsstadt, in der sich Kirchen, Museen und Wohnhäuser auf engem Raum aneinanderreihen.
Besucher erreichen die Stadt bequem mit dem Zug oder mit dem Auto, da sie an der Hauptverkehrsachse zwischen Budapest und dem Plattensee liegt. Die meisten Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum lassen sich zu Fuß erkunden, wobei bequeme Schuhe auf dem unebenen Kopfsteinpflaster hilfreich sind.
Unter der heutigen Stadtoberfläche liegen ausgedehnte Kellergewölbe und Tunnelreste aus verschiedenen Jahrhunderten, die früher als Lagerräume und Fluchtwege dienten. Einige dieser unterirdischen Räume sind heute für Führungen zugänglich und zeigen Fundamente von königlichen Gebäuden, die in den Kriegen verloren gingen.
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