Székesfehérvár Town Hall, Verwaltungsgebäude in Székesfehérvár, Ungarn.
Das Rathaus von Székesfehérvár ist ein dreiteiliger Komplex am Városház tér. Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiger Kopfbau mit Ziegeldach, einer 12-achsigen Hauptfassade und einem steinernen Tor, das 1717–1718 von Thomas Walch aus Kismarton gehauen wurde. Das zweite Gebäude, das Zichy-Palais, erhielt seine heutige Form 1936–1937 nach Plänen von Iván Kotsis; das dritte ist ein ehemaliges Wohnpalais von etwa 1790.
Das Hauptgebäude ist mittelalterlichen Ursprungs; nach der Befreiung Székesfehérvárs von der osmanischen Herrschaft 1688 wurde ein Eigentumsstreit zugunsten der Bürger entschieden, und in den 1690er Jahren begann der Wiederaufbau. In den 1710er Jahren erhielt es sein barockes Aussehen, mit dem prunkvollen Steinportal, das Thomas Walch aus Kismarton 1717–1718 schuf. 1912 kaufte Bürgermeister Saára Gyula die Häuser Zichy, Bierbauer und Obermayer, und 1936–1937 wurde der Komplex nach Plänen von Iván Kotsis umgestaltet.
Im Hauptgebäude tagt seit Jahrhunderten der Rat, der über das Schicksal der Stadt entscheidet; hier finden auch Preisverleihungen und Empfänge ausländischer Gesandter statt. Im Obergeschoss sind Nachbildungen der Heiligen Krone, des Krönungsschwerts und des Reichsapfels sowie Fresken von Aba-Novák Vilmos und Kontuly Béla zu sehen.
Der Komplex liegt an der Városház tér; von dort sind die 12-achsige Fassade des Hauptgebäudes und sein steinernes Portal von 1718 zu sehen. Der verzierte Seiteneingang mit zwei Säulen und den Statuen der Justitia und der Prudentia befindet sich am eingeschossigen Flügel. Der Verbindungsgang und der Hofflügel entstanden 1936–1937 nach Plänen von Iván Kotsis.
Das verzierte Steinportal am einstöckigen Flügel wurde 1718 von Thomas Walch aus Kismarton gemeißelt. Über seinem Balkon stehen Skulpturen der Gerechtigkeit (Justitia) und der Weisheit (Prudentia), die Besucher, die sich auf die Hauptfassade konzentrieren, oft übersehen.
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