Gül-Baba-Türbe, Osmanisches Mausoleum in Rózsadomb, Ungarn.
Das Grab des Gül Baba ist eine achteckige Struktur mit einer flachen Kuppel, die mit Bleiplatten und Holzschindeln bedeckt ist und auf einem Hügel in der Nähe der Margaretenbrücke hervorragt. Der Innenraum ist schlicht gestaltet mit einer zentralen Grabstätte und Fensteröffnungen, die Licht in das ruhige Heiligtum fallen lassen.
Das Grabmal wurde zwischen 1543 und 1548 von Mehmed Pascha errichtet und beherbergt die Überreste des Gül Baba, der während der Eroberung von Buda im Jahr 1541 starb. Nach der Einnahme durch die Habsburger 1686 wurde es in eine römisch-katholische Kapelle umgewandelt, bevor es später seine ursprüngliche Funktion wiedererhielt.
Der Ort trägt den Namen seines Bewohners, eines verehrten islamischen Heiligen, und zieht Pilger an, die die arabischen Verse an dem zentralen Sarg lesen. Das Innere bewahrt eine ruhige, kontemplativen Raum, der Besuchern aller Überzeugungen offensteht und in dem man die Bedeutung des Ortes als spiritueller Zentrum spürt.
Der Ort ist am besten über steile Fußwege erreichbar, die einen hinauf auf den Hügel führen und von unten etwas Anstrengung erfordern. Besucher sollten bequeme Schuhe anziehen und darauf vorbereitet sein, dass der Zugang durch enge, alte Straßen führt, besonders wenn man aus der Altstadt kommt.
Der Ort ist die nördlichste islamische Wallfahrtsstätte in Europa und zieht Pilger aus vielen Ländern an, die viele nicht erwarten würden, diesen Ort in Ungarn zu finden. Seine Lage auf dem Hügel ermöglicht Blicke auf die Stadt und den Fluss, was die Reise hinauf zu einem Erlebnis mit mehreren Ebenen macht.
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