Burg Eger, Mittelalterliche Burgruine in Eger, Ungarn.
Die Burg von Eger erhebt sich auf einem Felsen im Stadtzentrum und besteht aus massiven Steinmauern, Wehranlagen und teilweise erhaltenen Palästen aus verschiedenen Epochen. Das Gelände umfasst mehrere Ausstellungsbereiche und archäologische Reste, die einen Einblick in die Verteidigungsstruktur geben.
Das entscheidende Ereignis der Burg war im September 1552, als Hauptmann István Dobó mit seiner Besatzung das belagernde Heer von Kara Ahmed, Sokollu Mehmed und Hadım Ali zurückschlug. Die Mauern wurden schwer beschädigt, und der jahrzehntelange Wiederaufbau nach Plänen von Ottavio Baldigara, Gergely Bornemissza und Christoporus Stella modernisierte die Wehranlagen. Eine multinationale Besatzung übergab die Burg am 12. Oktober 1596 an Sultan Mehmed III.; die Habsburger nahmen sie 1687 zurück, und 1701 ließ der kaiserliche Hofkriegsrat die Außenwerke sprengen.
Die Belagerung von 1552 unter Hauptmann István Dobó ist das Ereignis, mit dem Eger seine Burg verbindet: Die Verteidiger wehrten das Heer des Wesirs Kara Ahmed ab. Die Übergabe von 1596 an Sultan Mehmed III und die Rückeroberung durch die Habsburger 1687 sind die weiteren Daten, die vor Ort genannt werden. Chroniken des 14. Jahrhunderts nannten die Festung nach dem heiligen Johannes Evangelist, dessen dreischiffige romanische Kathedrale hier stand.
Der beste Zugang ist über einen Fußweg vom Stadtzentrum, der zur Spitze des Hügels führt und kurz vor dem Eingang ansteigt. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da das Gelände uneben ist und mehrere Stufen zum Erkunden erfordert.
Die Mauern bestehen aus Rhyolithtuff, einem weichen Gestein aus dem Weinbaugebiet von Eger, das nach starkem Frost zerfällt; deshalb stürzten Abschnitte wiederholt ein und mussten ausgebessert werden. Am Fuß des Mauerwerks steht eine Kanone mit hölzernen Speichenrädern, ein Hinweis auf die Artillerie, die die hohen mittelalterlichen Mauern überholt machte.
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