Danube-Drava National Park, Nationalpark in Baranya, Ungarn.
Der Donau-Drau-Nationalpark ist ein Schutzgebiet in der Region Baranya, das sich entlang beider Flüsse erstreckt und weite Feuchtgebiete, dichte Auwälder und offene Flussufer umfasst. Die Landschaft besteht aus flachen Überschwemmungszonen mit verschlungenen Wasserarmen, Schilfgürteln und hohen Pappeln, in denen Vogelarten wie Reiher und Eisvögel leben.
Das Schutzgebiet entstand offiziell 1996, um die Auenlandschaften zu bewahren, die sich über Jahrhunderte durch das Zusammenspiel beider Flüsse gebildet hatten. Seitdem werden die Uferzonen und Feuchtgebiete wieder naturnäher gestaltet, nachdem Eingriffe in der Vergangenheit den Wasserhaushalt verändert hatten.
Der Name verbindet die beiden Flüsse, die seit jeher das Leben in dieser Gegend bestimmen und deren Ufer noch heute von kleinen Dörfern gesäumt werden. In manchen Orten stehen alte Fischerhäuser, deren Bewohner früher vom Wasser lebten und heute Besucher durch die nahen Auenwälder führen.
Mehrere Besucherzentren verteilen sich über das gesamte Gebiet und bieten Karten sowie Informationen zu den einzelnen Abschnitten. Am besten plant man den Besuch je nach Jahreszeit, denn bei Hochwasser sind manche Uferwege nicht begehbar.
Im Gebiet leben europäische Biber, die sich seit ihrer Rückkehr erfolgreich ausgebreitet haben und mit ihren Dämmen kleine Tümpel und Feuchtbereiche schaffen. Schwarzstörche brüten hier in abgelegenen Waldstücken, wo sie kaum gestört werden und in Baumkronen ihre großen Nester bauen.
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