Danube-Drava National Park, Nationalpark in Baranya, Ungarn.
Der Donau-Drau-Nationalpark ist ein Schutzgebiet in der Region Baranya, das sich entlang beider Flüsse erstreckt und weite Feuchtgebiete, dichte Auwälder und offene Flussufer umfasst. Die Landschaft besteht aus flachen Überschwemmungszonen mit verschlungenen Wasserarmen, Schilfgürteln und hohen Pappeln, in denen Vogelarten wie Reiher und Eisvögel leben.
Der Park entstand 1996, nachdem ein Anfang der 1990er Jahre geplanter gemeinsamer Park mit Jugoslawien nicht verwirklicht werden konnte. Er vereinte bereits geschützte Gebiete wie Gemenc, seit 1977 Landschaftsschutzgebiet, und Béda-Karapancsa, seit 1989 geschützt. 2021 wurde er Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservats Mur-Drau-Donau, das sich fünf Länder teilen.
Der Name verbindet die beiden Flüsse, die seit jeher das Leben in dieser Gegend bestimmen und deren Ufer noch heute von kleinen Dörfern gesäumt werden. In manchen Orten stehen alte Fischerhäuser, deren Bewohner früher vom Wasser lebten und heute Besucher durch die nahen Auenwälder führen.
Die Gebiete des Parks liegen an der Donau von der Sió-Mündung bis zur Südgrenze und an der Drau; die Waldbahn von Gemenc durchquert die Aue bei Baja und Mohács. Zu den Abschnitten Béda und Karapancsa gelangt man von Mohács sowie den Dörfern Kölked und Homorúd aus. Teile der Aue werden je nach Jahreszeit überflutet; erkundigen Sie sich vor dem Aufbruch.
Sieben Wirbellosenarten gibt es in Ungarn nur in diesem Park, darunter die Drau-Köcherfliege. In den Donauarmen leben zudem zwei bedrohte Störarten: der Glattstör und der Sterlet. Seit dem 15. September 2021 ist der Park eine Kernzone des Biosphärenreservats Mur-Drau-Donau, das fünf Länder verbindet und „Amazonas Europas“ genannt wird.
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