Drum Museum, Musikmuseum in Cegléd, Ungarn
Das Dobmúzeum (Trommelmuseum) befindet sich in einem Gebäude am Szabadság tér 5 in Cegléd und zeigt eine Sammlung von Schlagzeugen, Becken und Schlaginstrumenten. Die Dauerausstellung präsentiert legendäre Schlagzeuge, berühmte Schlagzeuger und Trommelbauer anhand von Instrumenten, Fotografien und persönlichen Gegenständen. Eine weiße Bassdrum mit Chrombeschlägen und schwarzem Resonanzfell mit der Aufschrift „SONOR“ steht vor einem dunkelholzigen Set, dahinter zeigen Schwarz-Weiß-Tafeln Musiker und den Text „A. ZILDJIAN“.
Kármán Sándor (1950–2021), Dekorateur, Musiker und Instrumentenbauer aus Cegléd, zeigte seine Schlagzeugsammlung 1979 im Kossuth-Lajos-Museum unter dem Titel „A dob története“, eröffnet von Gonda János. 1990 folgte eine zweite Ausstellung in Kecskemét, dann ein kleines Museum in seiner Garage. Die Stadt stellte ein Gebäude bereit, in dem das Dobmúzeum am 27. November 2000 eröffnete, wiederum mit Gonda János.
Das Museum trägt den Namen des ungarischen Wortes dob für Trommel. Sein Gründer Kármán Sándor lernte das Schlagzeugspiel beim Jazzschlagzeuger Kovács Gyula, und die Sammlung wuchs überwiegend durch Schenkungen und Spenden. Ein kleiner Kammerraum neben der Ausstellung dient Instrumentenvorführungen, Vorträgen zur Trommelgeschichte und ungewöhnlichen Musikstunden.
Das Museum liegt im Stadtzentrum und ist leicht zu Fuß erreichbar, besonders wenn Sie mit dem Zug anreisen. Es ist empfehlenswert, vor dem Besuch die Öffnungszeiten zu überprüfen und ausreichend Zeit für die Besichtigung der Sammlung einzuplanen.
Im Mittelpunkt steht Kármán Sándors eigenes Turbo-Designer-Set im Stil einer Harley-Davidson, das 1999 auf der Frankfurter Musikmesse Beachtung fand. Zur Sammlung gehören außerdem zwei in den 1950er Jahren vom ungarischen Meister Medveczky Antal gebaute Schlagzeuge, ein Leedy Improved Swingster von etwa 1940 und ein Ludwig Deluxe Classic von 1970.
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