East Cserháti Protected Landscape Area, Landschaftspark im Komitat Nógrád, Ungarn
Das Landschaftsschutzgebiet Ost-Cserhát umfasst 6.916 Hektar westlich von Pásztó, ungefähr zwischen Hollókő, Márkháza, Ecseg und Bokor. Es besteht aus vier Pyroxen-Andesit-Typen, vor allem Agglomeraten und Tuffen, und enthält die vollständigste Miozän-Abfolge Ungarns. Kühle Hänge tragen Buchenwälder, warme Eichenwälder, trockene Grate Buschwälder und Bäche Erlenwälder.
Das Schutzgebiet wurde 1989 etabliert, um die geologische und landschaftliche Vielfalt zu bewahren. In der Region finden sich Überreste alter Befestigungen und Burgen, darunter die Festung Ilonavár, die von frühen Siedlungen zeugen.
Die wichtigsten kulturellen Zeugnisse des Gebiets sind vorgeschichtliche befestigte Siedlungen und mittelalterliche Burgruinen, etwa die ringförmige Wallanlage von Kerek-bükk, Ilonavár bei Ecseg und die Burg Fejérkő bei Sámsonháza. Der Name Cserhát verweist auf die Zerreichenwälder (cser), die die zonale Waldgesellschaft des Gebiets bilden.
Wanderwege mit Informationstafeln führen durch das Gebiet, wobei der Buda-Hügel in Sámsonháza ein guter Ausgangspunkt ist. Bestimmte Zonen sind streng geschützt und erfordern Genehmigungen für den Zutritt.
Das Gebiet enthält eine der vollständigsten Miozän-Schichtfolgen in Ungarn, was es für die Erforschung alter geologischer Formationen wertvoll macht. Fossilien und Gesteinsschichten zeigen hier Millionen Jahre der Erdgeschichte.
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