Istenszeme Guesthouse, Historisches Gästehaus in Zugliget, Budapest, Ungarn.
Das Istenszeme, auch Villa Haggenmacher, steht in Zugliget im XII. Budapester Bezirk. Der Kern ist ein Gasthof aus dem 18. Jahrhundert, der 1884–1885 für Károly Haggenmacher neu errichtet wurde, mit aus der Schweiz geholten Glasfenstern und Kachelöfen. Im Tympanon sitzt das Auge, das dem Haus den Namen gab; heute steht es leer.
In den 1760er Jahren bestand hier bereits ein Gasthof auf dem Gut des Hofrats Johann Karl von Stettner. 1837 wohnte Lajos Kossuth mit seiner Familie einige Wochen hier und wurde im Haus wegen der verbotenen Törvényhatósági Tudósítások verhaftet. Das Gebäude brannte 1846 ab und wurde bald wieder aufgebaut. Károly Haggenmacher erwarb 1880 die Herrschaft Zugliget und ließ 1884–1885 an Stelle des Gasthofs eine neue Villa errichten.
Der Name Istenszeme (Auge Gottes) hat in der lokalen Überlieferung drei Erklärungen: ein großes Auge im Tympanon des klassizistischen Baus, die Terrasse und die darüberliegende Wiese, die noch Istenszeme-rét heißt, oder der kleine Teich im Garten. Beim Umbau 1884–1885 blieb das Auge an der Fassade erhalten. Eine Gedenktafel an Kossuths Verhaftung von Tamás Varga wurde 1999 an der Ostwand wieder angebracht.
Die Villa steht in der Szilassy út 3 in Zugliget im XII. Budapester Bezirk, auf dem Gelände des früheren Stettner-Guts. Das Gebäude ist leer und verfällt, da bis Herbst 2024 keine Instandhaltung erfolgte, und ist nur von außen zu sehen. Der Teich, der dem Ort seinen Namen gab, ist seit Anfang der 1990er Jahre ohne Wasser, nachdem die Quellen Istenszeme und Disznófő in die Kanalisation geleitet wurden.
Im Tympanon des Gebäudes befand sich ein großes Augensymbol, das nach dem Brand von 1846 wieder angebracht und beim Neubau durch Károly Haggenmacher 1884–1885 beibehalten wurde. Die Kastanien, die er am Teich pflanzen ließ, sollen die einzigen ihrer Art in den Budaer Bergen sein.
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