József-hegyi Cave, Höhlensystem in Budapest, Ungarn.
Die József-hegyi-Höhle liegt unter Szemlőhegy im II. Budapester Bezirk; der Zugang erfolgt über ein künstliches Portal in der Józsefhegyi-Straße. Ihre Gänge verteilen sich auf drei Ebenen: Mátyáshegy-Kalkstein (Trias) unten, Szépvölgy-Kalkstein (Eozän) in der Mitte und Bryozoen-Mergel oben. Die Kinizsi-pályaudvar-Halle ist 67 m lang, 20–25 m breit und 5–12 m hoch und damit die größte thermal entstandene Höhlenhalle der Welt.
Die Gänge entstanden in drei Gesteinsschichten: im über 200 Millionen Jahre alten Mátyáshegy-Kalkstein der Trias, im rund 40 Millionen Jahre alten Szépvölgy-Kalkstein und in 36 bis 38 Millionen Jahre altem Bryozoenmergel. Thermalwasser weitete Ost-West verlaufende tektonische Klüfte. Der Tonboden der Kinizsi-pályaudvar-Halle riss vor etwa 220.000 bis 230.000 Jahren auf; vor 210.000 Jahren stieg das Wasser erneut, und vor 200.000 Jahren brach eine Warmwasserquelle an die Oberfläche.
Die József-hegyi-Höhle gehört zu einem Höhlensystem, das wegen seiner geologischen Bedeutung zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
Der Zugang zur Höhle erfolgt nur durch organisierte Führungen, wobei Besucher auf den unebenen Untergrund und Stufen vorbereitet sein sollten. Es ist wichtig, geeignetes Schuhwerk zu tragen und der Anleitung des Führers zu folgen, da die Bedingungen unter der Erde kühl und feucht sind.
Die Durchschnittstemperatur der Höhle liegt über 13 °C, fast 2 °C höher als in anderen Höhlen der Umgebung von Rózsadomb; das deutet auf einen Zusammenhang mit den heutigen Thermalquellen und der etwa 15 m tiefer gelegenen Molnár-János-Höhle hin. In der Halle Kinizsi-pályaudvar scheidet sich noch heute Gips auf den Tonplatten ab und lässt sie glitzern.
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