Minorite Church in Miskolc, Katholische Pfarrkirche in Miskolc, Ungarn.
Die Minoritenkirche in Miskolc ist eine barocke katholische Pfarrkirche, die zwischen 1729 und 1760 erbaut wurde. Ihre 60 Meter lange Fassade wird durch dorische und ionische Säulen und Pilaster in drei vertikale Abschnitte gegliedert, mit zwei 56 Meter hohen Türmen, die von Kreuzen bekrönt werden. Der Haupteingang hat eine Bronzetür von 2001, die über eine geschwungene dreilappige Treppe erreichbar ist, flankiert von Nischen mit Statuen der heiligen Klara und der heiligen Elisabeth.
Kelemen Didák, ein Minoritenoberer, erhielt die Erlaubnis von Kaiser Karl III. und begann 1729 mit dem Architekten Giovanni Battista Carlone den Bau. Chor und Krypta waren 1735 fertig, das Hauptgebäude und die Türme 1743, und die Kreuze wurden 1751 auf den Türmen angebracht. Ein Brand 1843 zerstörte Dach und Glocken, doch die Restaurierung folgte Carlones Originalplänen und war 1845 abgeschlossen.
Die Kirche wird auch Minoritenkirche genannt, nach dem Orden, der sie gegründet hat. Ihre geschnitzte Kanzel, zwischen 1740 und 1748 in der Paulinerwerkstatt von Sajólád gefertigt, zeigt den Sämann und den Guten Hirten sowie vier sitzende Evangelisten; auf der Rückseite steht das Wappen der Minoriten.
Die Kirche steht am Hősök tere, links das ehemalige Minoritenkloster, heute das Kelemen-Didák-Jungenkolleg, rechts das Földes-Ferenc-Gymnasium. Das Hauptschiff ist 12 m breit, die Türme sind 56 m hoch; die Fassade wirkt am besten von der gegenüberliegenden Platzseite. Der Innenraum ist dreischiffig mit Seitenkapellen; der Durchgang zum Kloster ersetzt die vierte Kapelle auf der Westseite.
Die Kirche hat zwei Glocken: Die 2.000 kg schwere Gábor-Glocke, 1847 in Wiener Neustadt gegossen, hängt im Ostturm, die 150 kg schwere Sterbeglocke des heiligen Antonius von Padua, 1936 in Budapest gegossen, im Westturm. Der Brand von 1843 hatte die früheren Glocken geschmolzen.
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