Schloss Körmend, Mittelalterliches Schloss in Körmend, Ungarn.
Das Schloss Körmend ist ein zweigeschossiger Bau mit leicht trapezförmigem Grundriss, einem runden Turm an jeder Ecke und einem kleinen, innen geschlossenen Hof. An der Westseite liegt der Torturm des Eingangs, und die Fassade trägt eine Terrasse auf sechs Säulen mit einem Giebel darüber. Es steht in einem Park im Stadtzentrum, nahe der Rába.
Die heutige Burg ließ Baron László Szécsényi Mitte des 15. Jahrhunderts in der Nordostecke der Stadt errichten; eine frühere Steinburg im Nordwesten war in den Kriegen gegen die regionalen Herren zerstört worden. Nach der Familie Ellerbach erwarb Tamás Bakócz, Erzbischof von Esztergom, die Anlage durch einen Schuldenprozess. 1604 erhielt sie die Familie Batthyány vom habsburgischen Herrscher; 1664 wehrten ihre Verteidiger mit französischen Hilfstruppen türkische Einheiten ab, die über die Rába setzen wollten.
Die Familie Batthyány hat hier über Jahrhunderte gelebt und geprägt, wie man die Räume nutzte und einrichtete. Besucher sehen heute noch ihre Möbel, Gemälde und persönliche Gegenstände in den Zimmern des Schlosses.
Die Burg ist täglich erreichbar und bietet Besuchern die Möglichkeit, die wiederhergestellten Räume und Gärten zu erkunden. Der Zugang ist von den Hauptwegen der Stadt aus gut zu finden und die Gelände sind begehbar gestaltet.
In den 1920er Jahren betrieb ein Arzt namens László Batthyány-Strattmann in einem Flügel des Schlosses eine kostenlose Augenklinik. Dort behandelte er über viele Jahre hinweg Tausende von Patienten und half Menschen, die sich sonst keine ärztliche Versorgung leisten konnten.
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