Püspökvár, Bischöfliche Burg in Győr, Ungarn.
Püspökvár ist die Bischofsresidenz auf dem höchsten Punkt des Káptalandomb in Győr, an der Mündung der Mosoni-Duna in die Rába. Der Kern ist ein viergeschossiger Wohnturm, bis zu zwei Geschossen blockartig und massiv, darüber barock. Südlich schließt eine gotische Kapelle mit achteckiger Apsis an, und das Tor führt in eine tonnengewölbte Halle mit je vier gotischen Nischen an beiden Seiten.
Der Kern des Püspökvár ist ein Wohnturm, den Bischof Omodé nach dem Mongolensturm 1241–1242 errichten ließ; sein heute verschütteter Eingang lag einst am Donauufer. Angesichts der Türkengefahr wurde die Burg im 16. Jahrhundert mit Bastionen umgeben und 1561–1575 nach Plänen des Italieners Pietro Ferrabosco umgebaut. Die Türken nahmen sie am 29. September 1594 und verloren sie am 28. März 1598, doch die Bischöfe kehrten erst Mitte des 18. Jahrhunderts an ihren Sitz zurück.
Der Name "Püspökvár" bedeutet Bischofsschloss und erinnert daran, dass Geistliche hier lebten und regierten. Besucher sehen noch heute die Kapelle und andere Räume, die für religiöse Aufgaben genutzt wurden.
Das Gelände liegt am Zusammenfluss von zwei Flüssen und ist leicht zu erreichen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da es zu unterirdischen Bereichen und über enge Treppen im Turm geht.
Im Turm führt eine schmale Wendeltreppe zu einem alten Beobachtungsposten hoch oben in der Struktur. Von dort aus konnten frühere Wachen die beiden Flüsse im Blick behalten und Schiffe überwachen, die vorbeifuhren.
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