Saint Ignatius of Loyola Church, Győr, Katholische Barockkirche in Győr, Ungarn
Die Kirche des heiligen Ignatius von Loyola ist ein Barockgebäude in Győr mit einem großzügigen Kirchenschiff und sechs geschlossenen Kapellen, die nach italienischem Jesuitenbaustil angeordnet sind. Der Grundriss folgt traditionellen Proportionen und Raummustern dieser architektonischen Tradition.
Die Jesuiten errichteten die Kirche zwischen 1634 und 1641 nach Plänen von Baccio del Bianco auf einem 1626 von Bischof Miklós Dallos geschenkten Grundstück; Erzbischof György Szelepcsényi hatte das Projekt angestoßen. Zuerst entstanden die Seitenaltäre, die Stucknischen der Kapellen und die Fresken, in den 1650er Jahren waren die Türme fertig. In den 1740er Jahren erhielt das Schiff mit einem neuen Hochaltar seine heutige Form. Seit 1802 gehört die Kirche den Benediktinern.
Die Innenausstattung zeigt Werke des Malers Paul Troger, dessen Altarblatt und Deckengemälde religiöse Szenen darstellen. Diese Kunstwerke prägen den visuellen Eindruck des Kirchenraums bis heute.
Das Gebäude ist während der regulären Öffnungszeiten zugänglich, wobei an Wochentagen und Wochenenden unterschiedliche Besuchsmöglichkeiten gelten können. Es lohnt sich, vor dem Besuch die aktuellen Eingangszeiten zu überprüfen, besonders wenn man die Innenausstattung in Ruhe besichtigen möchte.
Im Ostturm hängt mit 3.300 kg die dreizehntgrößte Glocke Ungarns, 1853 gegossen, deren Ton H über Győr trägt. Der Westturm bewahrt eine der ältesten Turmuhren Ungarns und vier Glocken, darunter die 1.867 kg schwere St.-Maurus-Glocke. Sechs weitere Glocken wurden 2016 in Innsbruck gegossen.
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