Kastell Annamatia, Antike römische Befestigung in Baracs, Ungarn.
Castra Annamatia ist eine römische Militäranlage in Baracs mit Steinmauern und Fundamenten, die eine rechteckige Form bilden und in einer strategischen Position nahe der Donau liegen. Die Überreste zeigen Strukturen von Wachtürmen und Verteidigungsanlagen, die die Außengrenzen dieses Lagers markieren.
Die römische Armee errichtete diese Anlage in der Region Pannonien, um Handelswege zu kontrollieren und gegen Stamm-Überquerungen der Donau während der Expansionsphase des Reiches zu schützen. Das Lager spielte eine Rolle in der römischen Militärstrategie an den nördlichen Grenzen.
Der Name Annamatia erscheint auf der Tabula Peutingeriana, einer spätantiken Straßenkarte. Zum Fundgut gehören große Mengen Terra-Sigillata-Keramik aus den letzten Jahrzehnten des 1. Jahrhunderts n. Chr. sowie Ziegelstempel der Cohors VII Breucorum, der 7. Kohorte der Breuker. Um 1850 berichtete Elek Fényes, man habe hier unter der Erde ein Haus römischer Art mit Gefäßen, Münzen und bildlichen Darstellungen gefunden.
Der archäologische Platz ist von Baracs aus über markierte Wege erreichbar, und Informationstafeln vor Ort erklären die Anordnung und militärische Funktion der Strukturen. Am besten besucht man die Stelle bei Tageslicht, wenn die Steinreste und Fundamente deutlich sichtbar sind.
Das im frühen 2. Jahrhundert errichtete Nordtor mit seinem zwingerartigen Vorbau machte Annamatia einem größeren Fachpublikum bekannt. Der Name des Lagers erscheint auf der Tabula Peutingeriana, einer spätantiken Straßenkarte. Der Fundplatz erhebt sich noch heute rund 3 bis 4 Meter über das umliegende Gelände.
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