Kastell Lussonium, Römische Militärbefestigung in Paks, Ungarn.
Castrum Lussonium war ein römisches Militärlager an der Donau bei Paks, mit Steinmauern, die die Befestigungslinie des Reiches bildeten. Die archäologischen Überreste zeigen die Grundstruktur einer typischen römischen Garnison mit Kasernenbereichen und rituellen Stätten.
Das Lager wurde unter Kaiser Claudius zwischen 41 und 54 nach Christus gegründet, um die nördliche Grenze des Reiches zu schützen. Später wurde die Garnison verstärkt und spielte eine wichtige Rolle in der römischen Kontrolle des Donaugebiets.
Die Funde zeigen, wie römische Soldaten hier lebten und beteten: Mithras-Reliefs deuten auf persische Religionspraktiken hin, während alltägliche Gegenstände ihre Routinen widerspiegeln. Diese Objekte offenbaren, wie verschiedene Traditionen an der Grenze des Imperiums zusammentrafen.
Das Gelände ist von März bis Dezember für Besucher zugänglich, wobei Führungen durch das Stadtmuseum von Paks vermittelt werden. Es ist empfehlenswert, im Voraus Kontakt mit dem Museum aufzunehmen, da die Führungen nicht täglich stattfinden.
Ein großes Bronzebein einer Kaiserskulptur, etwa 70 Zentimeter lang, wurde an diesem Ort gefunden und gehört zu den größten römischen Bronzefragmenten der Region. Dieses Stück zeigt die Bedeutung des Lagers für hochrangige kaiserliche Reliefs und religiöse Verehrung.
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