Nationalpark Kiskunság, Nationalpark im Kreis Kecskemét, Ungarn.
Der Kiskunság-Nationalpark ist ein Biosphärenreservat im Bezirk Kecskemét, das sich über mehrere getrennte Bereiche mit Sandflächen, Feuchtgebieten und offenen Graslandschaften erstreckt. Seine Abschnitte liegen verstreut südlich und westlich von Kecskemét und umfassen Salzwiesen, temporäre Seen sowie Gebiete mit Wacholder und niedrigen Sträuchern.
Der Park wurde 1975 als zweites Nationalschutzgebiet Ungarns gegründet, um Überreste traditioneller Weidewirtschaft und natürliche Landschaften zu schützen. Archäologische Spuren deuten auf menschliche Hirtengemeinschaften zurück bis in die späte Kupferzeit hin, die diese trockenen Ebenen nutzten.
Auf dem Bugac-Gelände zeigen gelegentliche Vorführungen lokale Reittraditionen und Herdenführung mit Pferden und grauen Langhorn-Rindern. Die Hirten tragen Kleidung aus hellblauer Leinwand und nutzen lange Peitschen während der praktischen Darbietungen an bestimmten Tagen.
Das Naturhaus in Kecskemét bietet Karten, Informationen zu Wanderwegen und Hinweise auf geführte Touren durch die verschiedenen Gebiete des Parks. Die Wege sind in der Regel flach und für die meisten Besucher gut begehbar, bei Hitze im Sommer sollte jedoch Sonnenschutz mitgebracht werden.
Die beweglichen Sanddünen bei Fülöpháza verschieben sich mit starkem Wind und formen eine sich ständig wandelnde Oberfläche innerhalb des Schutzgebiets. Diese aktiven Dünen zählen zu den wenigen Binnensandformationen in Mitteleuropa, die weiterhin in Bewegung bleiben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.