Solymár Cave, Höhlensystem in Solymár, Ungarn
Die Solymárer Höhle (Solymári-ördöglyuk) öffnet sich an der Nordostseite der Zsíros-hegy-Gruppe im Budaer Gebirge auf 348 m Seehöhe, wenige Meter über dem oberen Rand eines Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegebenen großen Steinbruchs. Ihr Haupteingang ist eine fast runde, über 1,5 m breite Öffnung nach Osten; der kleinere gewölbte Eingang Pipa liegt 70 m nordwestlich. Die in triadischem Dachsteinkalk angelegten Gänge bilden ein dreidimensionales Labyrinth aus engen, hohen Korridoren, schmalen Verbindungsgängen, Kammern an Kluftkreuzungen und vertikalen Abschnitten, mit Kugelnischen in den höheren Teilen.
Die Höhle galt lange als Schachthöhle, doch Untersuchungen in den 1950er-Jahren belegten ihren thermalen Ursprung. Ihre Gänge entstanden im triadischen Dachsteinkalk, möglicherweise im Pliozän oder Pleistozän, vor einer halben bis einer Million Jahren. Um 1900 baute ein ausländisches Unternehmen Guano tonnenweise ab, nach dem Zweiten Weltkrieg waren noch schätzungsweise 75 m³ vorhanden. Der in den 1950er-Jahren geöffnete Eingang Rókalyuk wurde in den 1970er-Jahren wegen Einsturzgefahr betoniert.
Der ungarische Name der Höhle, Solymári-ördöglyuk, bedeutet „Teufelsloch von Solymár“ und erscheint in alten Schriften unter vielen Varianten, darunter Teufels-Höhle und Vörösvári-barlang. Um 1900 pachtete ein ausländisches Unternehmen die Höhle und gewann mit großen Maschinen tonnenweise Guano zur Bodenverbesserung; nach dem Zweiten Weltkrieg blieben schätzungsweise noch etwa 75 m³ nutzbare Menge in den Gängen. In dem Guano gefundene Fledermausknochen belegen, dass hier einst Große Hufeisennasen und Langflügelfledermäuse in großer Zahl lebten.
Beide begehbaren Eingänge sind versperrt; Schlüssel und Besuchsgenehmigung stellt die Direktion des Duna–Ipoly-Nationalparks aus. Der untere Abschnitt vom Haupteingang bis zum Rastpunkt Pihenő ist einfach, erfordert nur eine Lampe und dauert etwa 20 Minuten. Danach ist einfache Höhlenausrüstung nötig, und der Weg bis zum Ausgang Pipa dauert rund 1 Stunde.
Das Höhlensystem besitzt drei separate Eingänge, darunter der Haupteingang im Osten sowie zwei kleinere Öffnungen namens Pipa und Rókalyuk. Diese mehrfachen Zugänge ermöglichen unterschiedliche Routen durch die unterirdische Welt.
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