Szent György-hegy, Vulkanberg im Nationalpark Balaton-Oberland, Ungarn.
Der Szent György-hegy ist ein 415 Meter hoher Basaltzeugenberg über Tapolca, ein kleiner Stratovulkan des neogenen pannonischen Vulkanismus. Die 70 bis 80 Meter mächtigen Lavadecken des Gipfels rissen beim Abkühlen in vieleckige Säulen; die schönsten, als Basaltorgeln bekannten stehen an der Nordflanke, wo der Wind die Absonderung betonte. Ein blau markierter Rundweg beginnt an der Lengyel-kápolna am Südhang.
Der Berg ist nach einer Sankt-Georgs-Kapelle benannt, die einst an seinem Fuß stand; örtliche Legenden verbinden ihn zudem mit der Geschichte des heiligen Georg und des Drachen. Seine Basalt- und Basalttuffschichten wurden vor 3–4 Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche abgelagert, und die spätere Abtragung der umliegenden pannonischen Sedimente ließ den basaltbedeckten Hügel 200–300 Meter über der Ebene als Zeugenberg stehen.
Die Hänge gehören zum Weinbaugebiet Badacsony innerhalb der Weinregion Balaton. Am Fuß des Berges bildet eine Lössschicht, vermischt mit dem Schutt des abbröckelnden Basaltrands, einen für Reben geeigneten Boden; hinzu kommen das submediterrane Mikroklima und die vielen Sonnenstunden. Die heute verschwundene Sankt-Georgs-Kapelle gab dem Berg seinen Namen.
Mehrere Wanderwege führen zum Gipfel und sind mit Wegweisern gekennzeichnet, was die Orientierung erleichtert. Unterwegs gibt es Ruheplätze, wo man innehalten und die Umgebung betrachten kann.
Die Kapelle am Fuß des Berges ist die Lengyel-kápolna am Südhang, keine polnische Kapelle auf dem Gipfel. Dort beginnt der blau markierte Rundweg; auf dem Gipfel stehen Picknickbänke und eine Aussichtstafel mit Blick auf Plattensee, Tapolca und den Badacsony.
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