Tápió–Hajta Vidéke Tájvédelmi Körzet, Geschütztes Landschaftsgebiet im östlichen Komitat Pest, Ungarn
Das Tápió-Hajta Gebiet ist eine geschützte Landschaft mit Lösshügeln, Sanddünen und Feuchtgebieten, die sich in einer Zone befindet, wo drei große geografische Regionen Ungarns aufeinandertreffen. Die Gegend bietet verschiedene natürliche Lebensräume, die zusammen eine vielfältige und strukturierte Landschaft bilden.
Das Schutzgebiet wurde 1998 offiziell anerkannt und ein Teil davon wurde unter strenge Schutzmaßnahmen gestellt. Dies war ein wichtiger Schritt, um die einzigartigen Lebensräume der Region für die Zukunft zu sichern.
Der Name der Gegend stammt von den Wasserläufen Tápió und Hajta, die ihre Sümpfe speisen. In Wäldern und Wiesen des Schutzgebiets verbergen sich Reste alter Befestigungen, Wälle, Klöster und Kirchen, etwa Spuren von Csörsz árka, der Vár-hegy bei Pécel und der Szent Pál-hegy bei Valkó. Der Wallfahrtsort Máriabesnyő entstand aus einer aus Knochen geschnitzten Marienfigur, die 1759 beim Kirchenbau gefunden wurde.
Das Schutzgebiet besteht aus 21 eigenständigen Einheiten im Tápió-Tal, an den Rändern von Farmos, Gomba, Nagykáta, Szentmártonkáta, Tápióbicske, Tápiógyörgye, Tápióság, Tápiószecső und Újszász, 40–70 km ostsüdöstlich von Budapest. Der größte zusammenhängende Teil liegt zwischen Farmos und Nagykáta, wo die vom Hajta-Bach gespeisten Sümpfe brütende und Nahrung suchende Vögel anziehen. Der Abschnitt im Felső-Tápió-Tal reicht von Tápiószecső bis Tápiószentmárton und umfasst das einzige größere offene Gewässer des Gebiets, den Fischteich von Tápiószecső.
Das Nyík-rét, die größte zusammenhängende Einheit des Schutzgebiets zwischen Farmos und Nagykáta, wird vom Hajta-Bach gespeist und beherbergt den größten Bestand der Ungarischen Schwertlilie des Landes. In seinen Sümpfen brüten der streng geschützte Silberreiher und die Graugans, und der Schwarzstorch ist dort ganzjährig zu beobachten.
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