Ballinlough Castle, Mittelalterliche Burg in der Grafschaft Westmeath, Irland
Ballinlough Castle ist ein Schloss aus dem frühen 17. Jahrhundert in der Grafschaft Westmeath in Irland, das auf einem Hügel zwischen zwei Seen liegt und von Wäldern und offenem Weideland umgeben ist. Ein späterer Flügel, der im späten 18. Jahrhundert angebaut wurde, erweiterte den ursprünglichen mittelalterlichen Kern zu einem Wohnhaus, das noch heute bewohnt ist.
Die Burg wurde 1614 errichtet und blieb seitdem im Besitz der Familie Nugent, einer der wenigen irisch-katholischen Familien, die während der Landumverteilungen in der englischen Kolonialzeit ihr Anwesen behielten. Im späten 18. Jahrhundert ließ Sir Hugh O'Reilly durch den Architekten Thomas Wogan Browne einen großen Flügel hinzufügen, der das Gebäude in eine komfortablere Residenz verwandelte.
Die Familie Nugent lebt seit dem frühen 17. Jahrhundert ununterbrochen hier und ist damit eine der wenigen irisch-katholischen Familien, die ihr angestammtes Anwesen nie aufgeben mussten. Das Schloss ist heute kein Museum, sondern ein bewohntes Haus, was dem Besuch einen persönlichen Charakter gibt.
Das Schloss ist ein Privathaus und für Einzelbesucher nicht öffentlich zugänglich; Aufenthalte müssen im Voraus gebucht werden, in der Regel für Gruppen mit einem Mindestaufenthalt von drei Nächten. Die Lage inmitten von Hügeln, Wäldern und Seen bedeutet, dass ein Auto die praktischste Art der Anreise ist.
Die Fenster im Inneren des Schlosses gelten als die höchsten in jedem privaten irischen Herrenhaus aus dieser Zeit, was den Räumen eine ungewöhnliche Helligkeit verleiht. Das war kein rein ästhetischer Einfall: hohe Fenster galten im 18. Jahrhundert als Zeichen von Reichtum und gesellschaftlichem Rang.
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