Kildare Cathedral, Anglikanische Kathedrale in Kildare, Irland
Die Kildare Cathedral ist ein restaurierter normannischer Bau mit kreuzförmigem Grundriss ohne Seitenschiffe, in frühgotischem Stil, mit einem massiven quadratischen Mittelturm. Alle Fenster sind Lanzettfenster, einfach oder doppelt, in den vier Giebeln jedoch dreifach. Bögen spannen zwischen Strebepfeilern vor den Seitenwänden, und die gestuften irischen Zinnen stammen wahrscheinlich aus der Zeit um 1395.
Der Überlieferung nach kam die heilige Brigid um 480 nach Kildare und gründete dort eine Abtei; nach ihrem Tod 523 wurde ein Schrein in einer größeren Kirche errichtet. Zwischen 835 und 998 wurde der Ort etwa 16 Mal verwüstet, und als Ralph of Bristol 1223 Bischof wurde, lag er nahezu in Trümmern. Er baute ihn ab 1223 als normannische Kathedrale wieder auf, und George Edmund Street restaurierte sie zwischen 1875 und 1896.
Der Name geht auf die heilige Brigida zurück, die der Überlieferung nach um 480 mit ihren Nonnen hierher kam. Jahrhunderte lang leitete die Äbtissin eine Doppelgemeinschaft von Frauen und Männern, während der Bischof ihr in der Gerichtsbarkeit unterstand. An diesem Ort wurde seit vorchristlicher Zeit ein ewiges Feuer unterhalten, möglicherweise bis zur Zeit Heinrichs VIII.
Die Kathedrale liegt etwas abseits des Stadtzentrums; auf ihrem Gelände steht der 32 Meter hohe Rundturm, der zu bestimmten Zeiten bestiegen werden kann, daher sollte man sich vor Ort erkundigen. Der Bau ist kreuzförmig mit einem massiven quadratischen Mittelturm, und der Innenraum ist schlicht, sodass man Zeit für die Lanzettfenster und die dreifachen Lanzetten in den vier Giebeln einplanen sollte.
Der Rundturm auf dem Gelände ist 32 Meter hoch, einer von fünf im County Kildare, und kann zu bestimmten Zeiten bestiegen werden. Die Sheelagh-na-gig der Kathedrale, eine Nacktdarstellung, ist in einer Kathedrale ungewöhnlich. Die Orgel von 1898 wurde von Conacher gebaut.
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