Knesset, Legislativgebäude in Jerusalem, Israel
Die Knesset ist das Einkammerparlament Israels in Jerusalem, untergebracht in einem niedrigen Bau, der von Gärten und Freiflächen umgeben ist. Die Abgeordneten tagen in einem kreisförmig angelegten Saal, in dem 120 Sitze die unterschiedlichen Parteien aufnehmen, die im Land vertreten sind.
Das Parlament trat zum ersten Mal 1949 zusammen, kurz nachdem der Staat Israel gegründet worden war, und knüpfte damit an die Tradition früherer jüdischer Versammlungen an. Das heutige Gebäude entstand später als dauerhafter Sitz, nachdem die ersten Jahre in wechselnden Räumen verbracht worden waren.
Die Parlamentssitzungen finden auf Hebräisch statt, wobei gleichzeitig ins Arabische übersetzt wird, sodass Besucher beide Amtssprachen während der Debatten erleben können. Wer bei einer öffentlichen Sitzung dabei ist, bekommt einen direkten Eindruck davon, wie unterschiedliche politische Strömungen in einem gemeinsamen Raum zusammenkommen.
Der Zutritt ist nur im Rahmen geführter Rundgänge möglich, für die man sich rechtzeitig anmelden und Sicherheitskontrollen durchlaufen muss. Wer die Arbeit der Abgeordneten aus der Nähe sehen will, sollte genug Zeit für den Einlass einplanen und gültige Ausweispapiere mitführen.
Bei jeder neuen Legislaturperiode wird ein Stein aus dem alten Gebäude in Tel Aviv symbolisch in den neuen Bau eingefügt, um die Verbindung zu den Anfängen des Parlaments aufrechtzuerhalten. Diese Tradition verbindet die gegenwärtigen Abgeordneten mit jenen, die den Staat in den ersten Jahren geformt haben.
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