Beit Hanina, palästinensisches Wohnviertel in Ostjerusalem und der Westbank
Beit Hanina ist ein Stadtteil in Ostjerusalem mit zwei unterschiedlichen Bereichen: dem älteren Teil namens Balad und dem neueren Bereich namens Jadid. Das Viertel liegt etwa acht Kilometer nördlich des Jerusalemer Zentrums auf einem Hügel mit steinernen Häusern und schmalen Gassen im älteren Teil, während der neuere Bereich breitere Straßen und modernere Gebäude aufweist.
Das Viertel könnte das biblische Ananiah sein, das dem Stamm Benjamin angehörte, und wurde 636 von muslimischen Armeen erobert, die danach mit Landwirtschaft die Region prägten. Während der Kreuzzüge wurde das Gebiet von Kreuzfahrern besetzt, später von Salah ad-Din zurückerobert, und während des Osmanischen Reiches entwickelte es sich durch Steuerdokumente aus dem 16. Jahrhundert dokumentiert weiter.
Beit Hanina trägt einen Namen, der 'Haus des Hanina' bedeutet und auf eine Person oder Frau dieses Namens hinweisen könnte. Der Name spiegelt die lange Geschichte des Ortes wider und hat sich über Jahrhunderte hinweg kaum verändert, was zeigt, wie tief verwurzelt die Gemeinschaft hier ist.
Das Viertel ist leicht zu erreichen, da es auf der Straße nach Ramallah liegt und die Jerusalem Light Rail dort hält, was das Reisen zum Zentrum und zu anderen Stadtteilen erleichtert. Der Beit Hanina Road ist die Hauptstraße mit regen Verkehr und verbindet das Viertel mit dem Zentrum Jerusalems.
2013 entdeckten Archäologen Überreste einer breiten römischen Straße mit großen flachen Steinen, die vor Tausenden von Jahren während der römischen Kaiserzeit verwendet wurde und ihre Abnutzung zeigt, dass viele Menschen diese Route begangen haben. Diese Entdeckung gibt Einblick in die antike Vergangenheit und verdeutlicht, dass die Gegend bereits seit der Antike ein wichtiges Durchgangsgebiet war.
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