Grab der Helene von Adiabene, Antike Grabanlage in Ost-Jerusalem, Israel
Das Grabmal ist eine unterirdische Anlage mit acht Kammern, die durch Gänge miteinander verbunden sind und insgesamt 48 in Kalkstein gehauene Nischen enthalten. Der Zugang führt über eine neun Meter breite Treppe zu einem ebenfalls aus dem Felsen gehauenen Hof mit Abmessungen von etwa 27 mal 26 Metern.
Die Anlage wurde um 50 bis 56 nach Christus von der Königin Helena von Adiabene in Auftrag gegeben und diente als Grabstätte ihrer Familie. Sie entstand während der Zeit des Zweiten Tempels, als die Region unter wechselnden Einflüssen stand.
Die Grabanlage zeigt eine Mischung aus jüdischen Bestattungstraditionen und römischen Bauformen, die in den in Stein gehauenen Nischen und dekorierten Sarkophagen sichtbar wird. Diese Kombination spiegelt wider, wie unterschiedliche Kulturen zu dieser Zeit aufeinander trafen.
Der Abstieg erfordert das Erklimmen einer breiten Treppe, die in die Tiefe führt, weshalb bequeme Schuhe wichtig sind. Das Licht im Inneren ist gedimmt, daher kann eine Taschenlampe hilfreich sein, um die Details der Kammern besser zu sehen.
Das Grabmal verfügte über ein raffiniertes System mit Wasserdruck, das einen großen Rollstein zur Versiegelung des Eingangs bewegte. Dieses technische Know-how zeigt, wie fortgeschritten die Engineering-Fähigkeiten in dieser Zeit waren.
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