Gezer, Archäologische Stätte und Nationalpark im Zentralbezirk, Israel
Gezer ist eine archäologische Stätte mit Nationalpark im Zentralbezirk Israels, etwa auf halber Strecke zwischen Jerusalem und Tel Aviv an den westlichen Ausläufern der judäischen Berge gelegen. Der antike Hügel erhebt sich über das Ayalon-Tal und zeigt Siedlungsschichten aus über vier Jahrtausenden, darunter Stadtmauern, Wohnanlagen und Befestigungsanlagen aus verschiedenen Epochen.
Die Besiedlung begann um 4000 vor der Zeitrechnung und dauerte bis etwa 100 unserer Zeitrechnung, wobei die Mittelbronzezeit den Bau massiver Verteidigungsanlagen mit sich brachte. Im zehnten Jahrhundert vor der Zeitrechnung wurde ein monumentales Tor mit sechs Kammern errichtet, das wahrscheinlich unter König Salomon entstand.
Der Gezer-Kalender, der an der Stätte entdeckt wurde, stellt einen der ältesten bekannten hebräischen Texte dar und dokumentiert landwirtschaftliche Tätigkeiten.
Das Gelände erstreckt sich über unebenes Terrain mit freigelegten Strukturen aus mehreren Epochen, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Besucher können ein unterirdisches Wassersystem sowie Reste von Toren und Befestigungen besichtigen, die über das gesamte Areal verteilt sind.
Neun Grenzsteine mit hebräischen, aramäischen und griechischen Inschriften umgeben das antike Stadtgebiet und markieren dessen Verwaltungsgrenzen. Der sogenannte Gezer-Kalender, eine kleine Kalksteintafel aus dem zehnten Jahrhundert vor der Zeitrechnung, listet landwirtschaftliche Tätigkeiten nach Monaten auf und gehört zu den frühesten bekannten Schriftzeugnissen in althebräischer Sprache.
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