Khirbet Qana, Archäologische Stätte im Nordbezirk, Israel
Khirbet Qana ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in der nördlichen Bergregion Israels, die auf einem Hügel liegt und umfangreiche Ruinen von Wohngebäuden, Wasserspeichern und Handwerksstätten enthält. Das Gelände ist geprägt durch über 60 Zisternen, Pressen für Olivenöl und Glasproduktion sowie Färbereianlagen, die zeigen, wie selbstversorgend diese antike Gemeinde war.
Die Siedlung entstand in der hellenistischen Zeit und florierte über viele Jahrhunderte hinweg bis in die früharabische Periode. Münzen und Inschriften zeigen, dass jüdische Bewohner die meiste Zeit hier lebten und das Leben der Gemeinschaft prägten.
Der Ort zeigt Spuren verschiedener Religionen, die hier nebeneinander existierten. Man kann heute noch Überreste einer Synagoge und byzantinische Höhlen mit eingraviertem Schriftzug erkennen, die von dieser religiösen Vielfalt berichten.
Der Platz liegt auf einem Hügel mit steilen Hängen, daher sollte man mit angemessenem Schuhwerk und Ausdauer rechnen. Die Überreste sind über das Gelände verteilt, weshalb ein Rundgang mehrere Stunden dauern kann und man die Zeit für die Erkundung einplanen sollte.
Eine Höhlengruppe am südlichen Hang versteckt mittelalterliche christliche Inschriften in den Felswänden, die Besucher leicht übersehen. Diese Graffiti zeigen, dass Pilger und Gläubige die Höhlen später noch besuchten und ihre Spuren hinterließen.
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