Chandigarh, Modernistische Hauptstadt im Norden Indiens
Chandigarh ist eine planmäßig angelegte Hauptstadt im Norden Indiens, die nach einem strengen Rastersystem mit nummerierten Sektoren von jeweils etwa 800 mal 1200 Metern organisiert ist. Jeder Sektor enthält Wohngebiete, Geschäfte und begrünte Flächen, während breite Alleen die verschiedenen Zonen miteinander verbinden.
Nach der Teilung Indiens im Jahr 1947 wurde ein neuer Regierungssitz für Punjab benötigt, weshalb der französisch-schweizerische Architekt Le Corbusier mit der Planung beauftragt wurde. Die ersten Verwaltungsgebäude und Wohnviertel waren bis 1953 fertiggestellt, wodurch eine der ersten komplett geplanten Städte des unabhängigen Indien entstand.
Die Stadt funktioniert als gemeinsame Hauptstadt für Punjab und Haryana, was sich in einer gemischten Bevölkerung zeigt, die mehrere regionale Sprachen und Bräuche im Alltag vereint. Öffentliche Parks und Märkte dienen als soziale Treffpunkte, wo Familien abends spazieren gehen und lokale Händler frische Lebensmittel aus der Umgebung verkaufen.
Die Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Geschäfte und Wohngebiete befinden sich in getrennten Zonen, wobei Sektor 17 als zentrales Geschäftsviertel dient. Breite Straßen und öffentliche Verkehrsmittel verbinden die einzelnen Sektoren miteinander, sodass Besucher sich leicht orientieren können.
Das Capitol Complex umfasst Regierungs- und Gerichtsgebäude mit offenen Betonformen, die auf demokratischen Prinzipien beruhen und durch weitläufige Plätze miteinander verbunden sind. Der Rock Garden erstreckt sich über etwa 16 Hektar und zeigt Skulpturen, die vollständig aus wiederverwendeten Materialien wie Fliesenbruchstücken, Flaschen und Industrieabfällen geschaffen wurden.
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