Punjab and Haryana High Court, Berufungsgericht in Chandigarh, Indien
Das Punjab and Haryana High Court, bekannt als Palast der Gerechtigkeit, ist ein langer rechteckiger Betonbau von Le Corbusier. Seine Fassade gliedert sich in zwei Bänder: oben eine offene Loggia mit tiefen Nischen zwischen vertikalen Pfeilern, unten eine Wand mit einem dichten Raster kleiner quadratischer Fenster, von denen einige kleine rote Schilder tragen. Im Erdgeschoss umfasst eine Kolonnade hoher, schlanker Pfeiler vier mittlere Pfeiler, die grün, gelb, orange und rosa gestrichen sind.
Das Gericht nahm seine Arbeit im August 1947 auf, nachdem Indien unabhängig wurde und die Teilung den Sitz des früheren Lahore High Court verlagerte. Der modernistische Entwurf entstand in den 1950er Jahren als Teil des neuen Stadtplans für Chandigarh, der als Hauptstadt der geteilten Region Punjab dienen sollte.
Das Gericht ist für Punjab, Haryana und das Unionsterritorium Chandigarh zuständig, und sein Gebäude heißt Palast der Gerechtigkeit. Le Corbusier entwarf es, und im Juli 2016 wurde es zusammen mit mehreren seiner anderen Werke in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Zu den Details, nach denen Besucher suchen, gehören die bemalten Pfeiler der Säulenhalle im Erdgeschoss: grün, gelb, orange und rosa.
Die Anlage liegt im nördlichen Sektor von Chandigarh und ist am besten während der kühleren Vormittagsstunden zu erreichen. Besucher sollten angemessene Kleidung tragen, da das Gebäude weiterhin als aktives Gerichtsgebäude mit täglichen Sitzungen und Sicherheitskontrollen am Eingang dient.
Die Betonoberflächen des Gerichts altern auf natürliche Weise und entwickeln mit der Zeit raue Texturen und Verfärbungen durch Monsunregen und Sonneneinstrahlung. Diese witterungsbedingte Patina war von Anfang an Teil der Entwurfsphilosophie und zeigt, wie das Gebäude mit dem lokalen Klima zusammenwirkt.
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